Der außergowöhnliche Hilingenkult,
der der Heiligen Stätte seitens der gesamten Christenhiet
gesollt wurde, veranlasste die römischen Päpste
dazu, das Gebäude durch großartige Bauwerke zu
erweitern, um die Bedeutung des Ortes und die Erhabenheit
der Kirche hervorzuheben. Die größten Mäzenatenpäpste
entsandten daher ihre berühmtesten Künstel nach
Loreto um „große Dinge” zu schaffen. Unter
diesen finden wir Paulus II. Barbo, Sixtuss IV. und Julius
II. della Rovere, Leo X. und Klemens VII. dei Medici, Sixtus
V. Peretti (diesel spricht Loreto im Jahre 1586 von der
Mutterstandt Recanati frei), Paulus V. Borghese, Benedikt
XIV. Lambertini. Die besten Architekten, von Humanismus
bis zur Renaissence, trugen zum diesem großen Bau
bei, und es ist heute schwiering, das Generalprojekt jemand
Bestimmtem zuzuschreiben. So scheint es richtiger, festzuhalten,
dass jeder Künstler während der verschiedenen
Bauphasen sein Talent und seine Erfindungsgabe - vielleicht
von Giovanni Albertini da Milano (1468-69) und Marino di
Marco Cedrino (1471), die eine an die stilistischen Regeln
der venezianischen Spätgotik gebundene Anlage schufen,
kann das Gesamptprojekt mit großer Wahrscheininlichkeit
Giuliano da Maiano zugesprochen werden
(neueste Theorien neigen dazu, es Braccio Pontelli - der
mit Sicherheit den schönen Rundgang auf den Apsiden
der Basilika entwarf - order sogar Francesco di Giorgio
Martini aus Siena anzurechnen) Im Mai 1500 beendete Gioliano
da Sangallo den Kuppelau (zeitlich gesehen weltweit der
zweite nach jenem von Brunelleschi in Florenz) und gliedert
so das Heilige Haus endgültig ins Innere des Wallfahrtsortes
ein. 1571 erstellte Giovanni Boccalini da Modena den ersten
Teil des Fassade, die dann 1587 durch Lattanzio Ventura
fertiggestellt wurde. Der apostolische Palast der mit seinem
Bogengang den Basilika umbigt, wurde von Bramante entworfen
und von Sansovino (1512) und später von Sangallo dem
Jüngeren erbaut. Den großen Brunnen verdanken
wir Carlo Maderno (1604 - 14). 1750 errichtete Luigi Vanvitelli
den Kirchturm, einzigartig mit seinen übereinander
liegenden geometrischen
Figuren.
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D.BRAMANTE
A.SANSOVINO
A.DA SANGALLO:
BOGENGANG DES
APOSTOLISCH EN
PALASTES UND
BRUNNEN DES
MADERNO |